Motten im Winter – ist das normal?

Motten im Winter - in einer Wohnung in einem Kleiderschrank
Motten im Winter - in einer Wohnung in einem Kleiderschrank

Motten im Winter wirken auf den ersten Blick überraschend – schließlich verbinden wir die Schädlinge eher mit den warmen Sommermonaten. Doch tatsächlich sind Lebensmittelmotten und Kleidermotten auch im Winter keine Seltenheit. Warum das so ist, wie Motten die kalte Jahreszeit überstehen und worauf du jetzt achten solltest, erfährst du hier.

Das Wichtigste vorab - warum es Motten auch im Winter gibt:

  • Motten können sich in beheizten Wohnungen das ganze Jahr über vermehren – auch im Winter.
  • Häufig wurden Lebensmittel- oder Kleidermotten bereits im Herbst eingeschleppt und werden erst Wochen später bemerkt.
  • Regelmäßige Kontrollen und frühes Eingreifen sind jetzt besonders wichtig.
  • Motten im Winter vorbeugen: Ein präventiver Einsatz von Schlupfwespen kann helfen, verborgene Motteneier frühzeitig unschädlich zu machen.

Inhaltsübersicht

Schlupfwespen helfen auch im Winter zuverlässig Motten loszuwerden

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Motten im Winter – verschwinden sie wirklich?

Draußen ist es kalt, vielleicht liegt sogar Schnee – und trotzdem flattert plötzlich ein Mottenfalter durch die Küche oder sitzt reglos an der Wand. Motten im Winter wirken auf den ersten Blick überraschend, sind in Wohnungen aber keine Seltenheit.

Der Grund: Unsere Wohnräume setzen die natürlichen Jahreszeiten weitgehend außer Kraft. Gleichmäßige Temperaturen und ein reichliches Nahrungsangebot sorgen dafür, dass sich sowohl Lebensmittelmotten als auch Kleidermotten im Winter weiterentwickeln können. Der natürliche „Wintereffekt“, der Insekten draußen ausbremst, greift in Innenräumen kaum.

Zwar nehmen wir Motten häufiger in den Sommermonaten wahr. Das liegt daran, dass ihre Entwicklung stark temperaturabhängig ist: Bei etwa 25 bis 30 °C vermehren sie sich besonders schnell. Ein weiterer möglicher Faktor: Im Winter sind Lagerstätten und Lieferketten für Lebensmittel oft gekühlt, sodass es vermutlich seltener zu Neueinträgen von außen kommt. Mehr dazu liest du auch in unserem Artikel: Woher kommen Lebensmittel- und Kleidermotten?

Entscheidend ist jedoch: Haben Motten einmal den Weg in die Wohnung gefunden, bleiben sie dort auch im Winter aktiv. Anders als viele Insekten in der freien Natur „verschwinden“ Lebensmittel- und Kleidermotten in beheizten Räumen nicht – sie entwickeln sich lediglich etwas langsamer weiter.

Mottenfalter in der Küche - Küche sorgfältig reinigen
Lebensmittelmotten verbreiten sich in verschiedenen Entwicklungsstadien in deiner Küche - als Ei, Larve, Puppe oder eben sehr sichtbar, als ausgewachsener Mottenfalter

Winterschlaf oder Ruhephase? So überwintern Motten

Viele fragen sich: Überwintern Motten in der Wohnung? Die kurze Antwort lautet: Nein – zumindest nicht so, wie wir es von draußen kennen.

Lebensmittelmotten und Kleidermotten stammen ursprünglich aus wärmeren Regionen. In freier Natur könnten sie strenge Winter mit anhaltenden Minusgraden nicht überleben. Sinkt die Temperatur jedoch nur mäßig ab, können Motten für längere Zeit in eine Ruhephase übergehen – die sogenannte Diapause.

Dabei handelt es sich nicht um einen echten Winterschlaf, sondern um eine Art Entwicklungsstopp. Der Stoffwechsel wird stark heruntergefahren, Wachstum und Fortpflanzung pausieren. In diesem Zustand können Motten ungünstige Phasen über Monate, teils sogar über Jahre, überdauern.

Küchen reinigen bei einem Befall von Lebensmittelmotten
Lebensmittelmotten verbreiten sich in verschiedenen Entwicklungsstadien in deiner Küche - als Ei, Larve, Puppe oder eben sehr sichtbar, als ausgewachsener Mottenfalter

Bei Temperaturen unter 12 bis 15 °C gehen Motten in die Diapause über.

Solche Bedingungen herrschen im Winter zum Beispiel in Getreidesilos, Lagerhallen oder unbeheizten Kellern – nicht jedoch in normal beheizten Wohnräumen.

Das bedeutet: Motten müssen in Wohnungen nicht überwintern. Stattdessen setzen sie ihre Entwicklung auch im Winter fort, meist etwas langsamer als im Sommer, aber kontinuierlich. Genau deshalb können Lebensmittelmotten und Kleidermotten selbst in der kalten Jahreszeit plötzlich sichtbar werden.

Warum treten Motten manchmal ausgerechnet im Winter auf?

Wenn Lebensmittelmotten oder Kleidermotten im Winter plötzlich auffallen, hat das meist ganz praktische Gründe:

In vielen Fällen ist der Mottenbefall bereits im Herbst unbemerkt entstanden. Lebensmittelmotten gelangen häufig als „blinde Passagiere“ über befallene Lebensmittel oder Verpackungen in die Wohnung. Eier und junge Larven sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Erst Wochen später, wenn sich daraus Falter entwickelt haben, wird der Befall sichtbar. 

Eine Einschleppung im Winter ist zwar seltener, aber nicht ausgeschlossen. Zwar werden viele Lebensmittel im Handel gekühlt transportiert und gelagert. In beheizten Wohnräumen „erwachen“ Motten jedoch aus einer möglichen Ruhephase und setzen ihre Entwicklung fort.

Oft ist es auch schlicht Zufall, dass Motten gerade im Winter auffallen: Beim Backen in der Adventszeit werden lange nicht genutzte Vorräte geöffnet – oder der Winterpulli kommt nach Monaten aus dem Schrank. Was sich dort unbemerkt entwickeln konnte, wird nun plötzlich sichtbar.

Motten im Winter vorbeugen – was jetzt sinnvoll ist

Mehrere Schlupfwespen Karten - wieviele Karten braucht man?
Schlupfwespen (in Karten enthalten) kommen an die kleinsten Stellen und eliminieren die Motteneier - also die Ursache des Befalls. Keine Motteneier = kein Neubefall mehr.

Auch im Winter gilt: Vorbeugung und frühes Handeln sind entscheidend, um einen größeren Mottenbefall zu verhindern.

Bewahre trockene Lebensmittel möglichst mottensicher auf und schütze empfindliche Textilien wie Wolle oder Kaschmir vor Motten. Regelmäßige Kontrollen helfen, einen Befall frühzeitig zu erkennen.

Entdeckst du Motten, solltest du sofort handeln, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Wie du dabei konkret vorgehst, erklären wir hier:

Du möchtest noch mehr tun, um Motten im Winter vorzubeugen? Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du Nützlinge für dich arbeiten lassen: Schlupfwespen spüren unsichtbare Motteneier selbst in versteckten Bereichen auf und machen sie unschädlich – noch bevor daraus schädliche Mottenlarven entstehen.

Zur Vorbeugung reicht meist eine einmalige Anwendung. Bei einem bestehenden Befall empfiehlt sich eine mehrwöchige Anwendung, um alle Entwicklungsstadien zu erfassen.

Mehr zur richtigen Anwendung erfährst du hier:

Bild von Hier schreibt: Julia Braunsteiner-Berger, Medizin-Autorin und Biologin

Hier schreibt: Julia Braunsteiner-Berger, Medizin-Autorin und Biologin

Julia Braunsteiner-Berger schreibt seit vielen Jahren als freiberufliche Autorin über Medizin- und Gesundheitsthemen. Nach einem Biologiestudium absolvierte sie u.a. Fortbildungen im Bereich Medical Writing und Pflegewissenschaften. Ein besonderes Anliegen ist ihr die laiengerechte Aufarbeitung medizinischer Themen.

Quellen

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