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Wärmesohlen – ist der Hype gerechtfertigt?
- Thema: Fußpflege
- Aktualisiert am 19.11.2025
- Michael Berg, Fußpflege-Experte
Bist du auch jemand, der bei frostigen Temperaturen ständig mit kalten Füßen zu kämpfen hat und einfach noch nicht die richtige Lösung gefunden hat? Sicherlich hast du schon einmal im Regal - virtuell oder physisch im Drogeriemarkt - luftaktivierte Wärmesohlen gesehen und dich gefragt, ob diese kleinen Helfer wirklich halten, was sie versprechen! Wir haben uns diese Sohlenwärmer einmal etwas näher angeschaut und erklären dir, wie sie funktionieren und auch welche Vor- und Nachteile sie so mit sich bringen.
Inhaltsübersicht
Unser Top-Tipp für kalte Füße
Eine natürliche Alternative zu luftaktivierten Wärmesohlen sind Wollsohlen. Vor allem Lammwollsohlen haben eine besonders wärmende Wirkung.
Einlegesohlen aus Lammwolle von Hey Nature sind nicht nur aus hochwertiger Wolle gefertigt, sondern hier wird noch Wert auf das Tierwohl gelegt.
Was sind Wärmesohlen?
Luftaktivierte Wärmesohlen sind Einlegesohlen die sich durch chemische Reaktionen erhitzen, sobald sie mit Sauerstoff in verbindung kommen, du sie also aus ihrer Verpackung nimmst. In den Sohlen befindet sich eine Mischung aus Eisenpulver, Salz, Aktivkohle und Vermiculit. Das Eisenpulver oxidiert durch den Luftsauerstoff, während das Salz diesen Prozess beschleunigt. Die resultierende Wärme wird durch Aktivkohle und Vermiculit gleichmäßig in den Schuh abgegeben.
Mithilfe dieser innovativen Technologie generieren die Wärmesohlen in kurzer Zeit starke wärme, auch bei sehr kalten Temperaturen.
Wie sind luftaktivierte Wärmesohlen aufgebaut?
Der Aufbau der luftaktivierten Wärmesohlen ist darauf ausgerichtet, eine effiziente und kontrollierte Wärmeabgabe zu gewährleisten. In ihrem Inneren verbergen sich verschiedene Elemente, die gemeinsam für die Funktionalität verantwortlich sind:
- Eisenpulver: Diese winzigen Partikel sind entscheidend für die chemische Reaktion. Das Eisenpulver reagiert mit dem Sauerstoff in der Luft, wodurch Wärme erzeugt wird.
- Salz: Als Katalysator beschleunigt das Salz die Reaktion zwischen dem Eisenpulver und dem Sauerstoff. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Regulation der Wärmeentwicklung.
- Aktivkohle: Diese Komponente dient dazu, die erzeugte Wärme gleichmäßig zu verteilen. Durch ihre hohe Oberfläche kann Aktivkohle die Wärme effektiv speichern und abgeben.
- Vermiculit: Ein mineralisches Material, das die Reaktionsgeschwindigkeit reguliert und dazu beiträgt, dass die Wärme gleichmäßig über die gesamte Sohle verteilt wird.
Die Kombination dieser Materialien ermöglicht eine gezielte Reaktion, die nicht nur für eine schnelle Wärmeentwicklung sorgt, sondern auch sicherstellt, dass diese Wärme gleichmäßig und kontrolliert über einen längeren Zeitraum abgegeben wird.
Welche Vorteile bieten Wärmesohlen?
Luftaktivierte Wärmesohlen bieten eine Reihe von Vorteilen, die wir gerne für dich einmal aufführen:
- Schnelle Wärmeentwicklung: Die Sohlen geben innerhalb weniger Minuten spürbare Wärme ab, sie machen ihrem Namen alle Ehre.
- Vielseitige Anwendung: Wärmesohlen sind sehr fein und passen somit viele Arten von Schuhen, vom Stiefel bis zum Sneaker. Die Sohlenwärmer sind also vielseitig einsetzbar.
- Kurzfristige Wärmeversorgung: Für kurze Perioden kalter Witterung bieten die Wärmesohlen eine effektive Lösung, um den Fußbereich zu erwärmen und so vorübergehende Kälteunannehmlichkeiten zu minimieren.
- Natürliche chemische Reaktion: Wenn du dich für die richtigen Wärmesohlen entscheidest, dann kommt deine Haut nicht mit schädlichen Chemikalien in Berührung. Du solltest aber unbedingt auf die Inhaltsstoffe achten!
Welche Nachteile haben Wärmesohlen?
- Preis: Auf eine Anwendung betrachtet erscheinen die Sohlen zunächst nicht besonders teuer, allerdings kannst du sie nur einmal verwenden. Wenn du regelmäßig zu Wärmesohlen greifst, dann kann das schnell den Geldbeutel belasten.
- Begrenzte Nutzdauer: Je nach Produkt ist die Nutzdauer der Sohlenwärmer leider sehr eingeschränkt. Sehr gute Sohlen halten zwar bis zu 8 Stunden, aber häufig halten diese Sohlen auch nur 3 Stunden. Du kannst die chemische Reaktion nicht aufhalten und die Sohlen dadurch am nächsten Tag noch einmal verwenden. Für kurze Spaziergänge an der frischen, kalten, Luft ist es fast eine Verschwendung die Sohlen zu aktivieren und dann bleiben deine Füße kalt.
- Einmalprodukt: Sind die Sohlen einmal ausgekühlt, dann haben sie ihren Dienst getan und du kannst sie nicht wieder verwenden. Dadurch entsteht natürlich auch sehr viel Müll, die luftaktivierten Wärmesohlen sind entsprechend wirklich kein umweltfreundliches Produkt.
- Überhitzung: Die Sohlen können durchaus einmal zu heiß werden, Verbrennungen können hier die Folge sein. Wenn du empfindlichere Haut oder ein vermindertes Wärmeempfinden hast – wie es bei Diabetikern der Fall ist – solltest du vor der Nutzung mit deinem Arzt sprechen. Während des Schlafes solltest du die Sohlen auch nicht nutzen und sie auch nicht Kindern unter 6 Jahren geben, da diese häufig nicht einschätzen können, ob die Sohlen zu heiß sind und sich im Zweifel auch nicht mitteilen können.
- Schlechtes Schuhklima: Wärmesohlen werden schnell zu heiß und deine Füße fangen an zu schwitzen. Sollte die Wirkung aussetzen, während du dich noch draußen aufhältst, kühlen deine Füße dadurch noch viel schneller aus. Zudem kann es zu unangenehmen Gerüchen im Schuh kommen.
Wieso sind Wollsohlen eine gute Alternative zu Wärmesohlen?
Wollsohlen, vor allem Lammwollsohlen, kannst du über einen längeren Zeitraum nutzen, sie sind also kein Einmalprodukt, das unmengen an Müll produziert. Zudem lässt ihre Wärmewirkung nicht einfach nach, sondern eine angenehme Wärme am Fuß ist durchgängig gegeben. Auch sorgt die antibakterielle und somit Gerüche neutralisierende Wolle für ein perfektes Schuhklima, weder zu heiß noch zu kalt. Die Verwendung ist zudem für Kinder unbedenklich, die Sohlen sind auch in Kindergrößen erhältlich.
Mehr erfährst in unserem Artikel zum Thema Wollsohlen.
Fazit
Luftaktivierte Wärmesohlen sind ein innovatives und in vielen Situationen praktisches Produkt. Sie bieten schnell Wärme und erfüllen somit, zumindest für einen begrenzten Zeitraum, absolut ihren Zweck. Leider handelt es sich hier um ein Einmalprodukt, das nach jeder Nutzung entsorgt werden muss. Das schadet leider sowohl der Umwelt als auch dem Geldbeutel. Vor allem, wenn du nur einmal schnell mit dem Hund ums Eck musst, kommt es einer Verschwendung nahe wenn du nur diese Sohlen im Einsatz hast – da sind Wollsohlen deutlich ergiebiger und umweltfreundlicher. Wir finden: Für gelegentliche Einsätze sind die Wärmesohlen super – also für einen Weihnachtsmarktbesuch oder eine Wanderung durch den Schnee – für den Dauereinsatz aber leider nicht zu gebrauchen.
Wenn du mehr zu Wintersohlen erfahren möchtest, kannst du dich bei unserem Einlegesohlen Test und Vergleich weiter informieren.
Hier schreibt: Michael Berg, Redakteur & Fußpflege-Experte bei Hey Nature
Michael Berg ist Gesundheitsredakteur und arbeitet seit 17 Jahren für das Fußpflege-Unternehmen Zederna aus Bonn. Er interessiert sich für die Themen Nachhaltigkeit und Lifestyle. Bei Zederna hat er jahrelang Klienten zum Thema Fußpflege beraten.
Zederna ist ein seit 2005 bestehendes Familienunternehmen, welches sich der Fußgesundheit verschrieben hat und hierzu nachhaltige, natürliche Leistungen und Produkte anbietet.
Quellen
- Smith, A. et al. „The Insulating Properties of Wool Fibres.“ Journal of Textile Science, 20(3), 2020.
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