Schuhe richtig desinfizieren: So stoppst du Fußpilz und Geruch

Schuhe desinfizieren gegen Gerüche und Fußpilz
Schuhe desinfizieren gegen Gerüche und Fußpilz

Schuhe zu desinfizieren ist bei Fußpilz oder hartnäckigem Fußgeruch ein wichtiger Schritt – denn Pilze und Bakterien können im feuchtwarmen Schuhinneren lange überleben. Werden nur die Füße behandelt, droht deshalb eine erneute Ansteckung über die eigenen Schuhe.

In diesem Artikel erfährst du, welche Methoden nachweislich gegen die Erreger helfen, worauf du bei der Anwendung achten solltest und wie du mit Zedernholz-Einlegesohlen langfristig für ein trockenes, angenehmes Schuhklima sorgst.

Das Wichtigste vorab – so desinfizierst du Schuhe bei Fußpilz und Geruch:

  • Bei Fußpilz solltest du ein Desinfektionsmittel wählen, das ausdrücklich fungizid wirkt. Gegen Fußgeruch reicht ein rein antibakterielles Produkt aus.
  • Als chemiefreie Alternativen kommen UV-C-Geräte oder Ozongeräte infrage. Wichtig ist, die Anwendungshinweise genau zu beachten und ein geeignetes Gerät zu verwenden.
  • Wasche Socken, Handtücher und andere Textilien möglichst bei 60 °C. Empfindliche Materialien kannst du mit einem geeigneten Hygienewaschmittel behandeln.
  • Zedernholz-Einlegesohlen nehmen Feuchtigkeit auf und verbessern das Schuhklima. So können sie dabei helfen, Fußgeruch und einer erneuten Ausbreitung von Pilzen vorzubeugen.

Inhaltsübersicht

Warum du Schuhe bei Fußpilz und Fußgeruch desinfizieren solltest

Bei Fußpilz, Nagelpilz oder hartnäckigem Fußgeruch richtet sich der Blick meist zuerst auf die Füße. Doch auch in getragenen Schuhen können sich Pilze und Bakterien festsetzen. Das feuchtwarme Klima im Schuh bietet ihnen gute Bedingungen, um längere Zeit zu überleben und sich zu vermehren.

Werden die Füße behandelt, die Schuhe aber nicht gereinigt oder desinfiziert, können die Erreger erneut mit der Haut in Kontakt kommen. Eine gründliche Schuhdesinfektion hilft deshalb dabei, den Kreislauf zu durchbrechen und den Behandlungserfolg langfristig zu unterstützen.

Welche Methode geeignet ist, hängt auch von der Ursache ab:

  • Fußpilz (medizinisch Tinea pedis) und Nagelpilz werden häufig durch sogenannte Dermatophyten verursacht. Diese Fadenpilze ernähren sich von Keratin, das unter anderem in Haut und Nägeln vorkommt.
  • Unangenehmer Fußgeruch entsteht dagegen meist, wenn Bakterien den Schweiß auf der Haut zersetzen.

Getragene Schuhe können für beide Erregergruppen als Reservoir dienen.

Achtung!

Die Desinfektion deiner Schuhe ist eine sinnvolle Begleitmaßnahme, ersetzt bei Fuß- oder Nagelpilz aber keine gezielte Behandlung. Sie kann dazu beitragen, eine erneute Ansteckung über die eigenen Schuhe zu verhindern. Wie du die Infektion richtig erkennst und behandelst, erfährst du in unserem Ratgeber zur Behandlung von Fußpilz.

Schuhe desinfizieren: Drei geeignete Methoden im Überblick

Welche Methode sich am besten eignet, hängt davon ab, welche Erreger du bekämpfen möchtest, aus welchem Material deine Schuhe bestehen und wie häufig du sie behandeln musst.

Während Desinfektionssprays mit speziellen Wirkstoffen arbeiten, setzen UV-C-Geräte auf keimreduzierendes Licht. Ozongeräte verteilen dagegen ein reaktives Gas im gesamten Schuhinneren.

Desinfektionsspray: Einfach und gezielt anwendbar

Desinfektionssprays sind eine unkomplizierte Möglichkeit, Schuhe zu desinfizieren. Sie enthalten Wirkstoffe, die Bakterien, Pilze oder beide Erregergruppen inaktivieren können. Entscheidend ist, dass das Spray zu deinem Problem passt: Bei unangenehmem Fußgeruch kann ein bakterizides Produkt ausreichen. Möchtest du Schuhe bei Fußpilz desinfizieren, sollte auf der Verpackung ausdrücklich eine fungizide Wirkung angegeben sein.

Sprühe das Schuhinnere gleichmäßig ein und vergiss dabei schwer erreichbare Bereiche wie die Schuhspitze, Nähte und den Bereich unter herausnehmbaren Einlegesohlen nicht. Anschließend muss das Mittel entsprechend der angegebenen Einwirkzeit wirken und der Schuh vollständig trocknen.

Bei empfindlichen Materialien wie Leder oder Wildleder solltest du das Mittel zunächst an einer unauffälligen Stelle testen. Lüfte die Schuhe nach der Anwendung außerdem gründlich aus.

  • Vorteile: Sprays sind leicht erhältlich, vergleichsweise günstig und ohne zusätzliches Gerät anwendbar.
  • Nachteile: Manche Inhaltsstoffe können empfindliche Materialien angreifen, einen Geruch hinterlassen oder Haut und Atemwege reizen.

Gut zu wissen

Ein reines Schuhdeo ist zur Desinfektion nicht ausreichend – es überdeckt nur Gerüche, anstatt Bakterien und Pilzerreger zu bekämpfen.

UV-C-Geräte: Keime mit Licht reduzieren

UV-C-Geräte werden direkt in die Schuhe gelegt und bestrahlen das Innere mit kurzwelligem ultraviolettem Licht. Dieses Licht schädigt das Erbgut von Mikroorganismen und kann dadurch die Belastung mit Pilzen und Bakterien reduzieren. Untersuchungen an kontaminierten Schuhen zeigen, dass geeignete Geräte die Menge an Pilzerregern deutlich senken können.

Die Methode kommt ohne flüssige Desinfektionsmittel aus und hinterlässt weder Feuchtigkeit noch Rückstände. Ihre Wirkung ist allerdings auf die Bereiche begrenzt, die vom Licht erreicht werden. Stark verschattete Stellen, Nähte oder tiefere Materialschichten werden unter Umständen nicht vollständig erfasst. Verwende deshalb nur Geräte, die ausdrücklich für Schuhe vorgesehen sind, und halte dich genau an die angegebene Anwendungsdauer.

  • Vorteile: Die Anwendung ist trocken, geruchsneutral und bei regelmäßiger Nutzung unkompliziert wiederholbar.
  • Nachteile: Die Anschaffung ist teurer als bei Sprays, und schlecht bestrahlte Bereiche können unbehandelt bleiben.

Ozongeräte: Auch schwer zugängliche Stellen erreichen

Ozongeräte erzeugen Ozon, das sich als Gas im Schuhinneren verteilt. Dort reagiert es mit Bestandteilen von Pilzen und Bakterien und kann die Keimbelastung reduzieren. Da das Gas auch in Hohlräume, poröse Materialien und schwer erreichbare Bereiche gelangt, erfasst es den Schuh gleichmäßiger als direkt einfallendes UV-C-Licht.

Vorsicht: Ozon ist ein reizendes Gas und darf nicht eingeatmet werden. Verwende daher ausschließlich geschlossene Geräte, die ausdrücklich für die Schuhbehandlung vorgesehen sind. Halte dich genau an die Sicherheitshinweise und lüfte Schuhe und Raum nach der Anwendung gründlich.

  • Vorteile: Das Gas verteilt sich auch in Nischen und tiefer liegenden Bereichen, ohne den Schuh zu durchnässen.
  • Nachteile: Die Geräte sind vergleichsweise teuer und erfordern wegen des gesundheitsschädlichen Gases eine besonders sorgfältige Handhabung.

Unser Top-Tipp:
Deine Vermutungen haben sich bestätigt und du hast eine Fußpilzinfektion? Zur unterstützenden Behandlung haben sich Einlagen aus Zedernholz, wie die von Zederna, bewährt. Denn diese Sohlen haben eine natürliche pilzhemmende Wirkung, da sie die Pilzsporen an deinen Füßen und sogar in deinen Schuhen bekämpfen. Außerdem saugen sie überschüssige Feuchtigkeit in deinen Schuhen auf, durch die der Fußpilz sich sonst verbreiten kann. Sie schützen außerdem vor künftigen Infektionen.

Zedernholz Einlegesohlen gegen Schweißfüße
Zedernholz wirkt antibmykotisch gegen Pilzsporen und hält die Füße angenehm trocken

Schuhdesinfektion sinnvoll ergänzen: Hygiene und Vorbeugung

Schuhe zu desinfizieren ist ein wichtiger Schritt – allein reicht er jedoch oft nicht aus. Auch Socken, Handtücher und das Schuhklima spielen eine Rolle. Mit den folgenden Maßnahmen kannst du die Keimbelastung zusätzlich reduzieren und einer erneuten Ausbreitung von Pilzen und geruchsbildenden Bakterien vorbeugen.

Socken und Textilien hygienisch waschen

Pilzsporen und Bakterien können niedrige Waschtemperaturen teilweise überstehen. Wasche Socken, Handtücher und andere Textilien, die mit den Füßen in Kontakt kommen, deshalb möglichst bei 60 °C und beachte die Pflegehinweise des Materials.

Vertragen die Textilien keine hohen Temperaturen, kann ein geeignetes Hygiene-Waschmittel oder ein Hygienespüler sinnvoll sein. Achte bei Fußpilz darauf, dass das Produkt ausdrücklich auch gegen Pilze wirkt.

Zedernholz-Einlegesohlen für ein trockenes Fußklima

Nach der Behandlung und Desinfektion kommt es darauf an, das Schuhinnere möglichst trocken und gut belüftet zu halten. Zedernholz-Einlegesohlen können Feuchtigkeit aufnehmen und dadurch zu einem angenehmeren Schuhklima beitragen. Die enthaltenen ätherischen Öle haben außerdem eine natürliche pilzhemmende und antibakterielle Wirkung. Zusätzlich hilft der natürliche Holzduft, unangenehme Gerüche zu reduzieren.

Wichtig: Zedernholz-Einlegesohlen sind eine präventive Maßnahme. Sie behandeln keine bestehende Pilzinfektion und ersetzen weder eine gezielte Schuhdesinfektion noch die Behandlung der Füße.

Lüfte deine Schuhe außerdem nach dem Tragen gründlich, lasse sie vollständig trocknen und trage möglichst nicht jeden Tag dasselbe Paar. Atmungsaktive Schuhe und Socken unterstützen ein trockenes Schuhklima zusätzlich.

Fazit: Schuhe desinfizieren und Neuinfektionen vorbeugen

Wer seine Schuhe desinfiziert und gleichzeitig auf saubere Textilien sowie ein trockenes Schuhklima achtet, kann Fußgeruch reduzieren und das Risiko einer erneuten Pilzinfektion senken. Zedernholz-Einlegesohlen unterstützen anschließend die Vorbeugung, indem sie Feuchtigkeit aufnehmen und für ein angenehmeres Klima im Schuh sorgen.

FAQ - weitere Fragen & Antworten zur Desinfektion von Schuhen

Welche Methode eignet sich am besten, um Schuhe zu desinfizieren?

 Das hängt von deinen Schuhen und der Ursache der Beschwerden ab. Desinfektionssprays sind einfach anzuwenden und sollten bei Fußpilz ausdrücklich fungizid wirken. UV-C- und Ozongeräte kommen ohne flüssige Desinfektionsmittel aus, sind jedoch teurer und müssen genau nach Herstellerangaben verwendet werden.

Wie kann ich Schuhe ohne chemisches Desinfektionsspray behandeln?

Zur chemiefreien Behandlung kommen spezielle UV-C- oder Ozongeräte für Schuhe infrage. UV-C-Licht wirkt vor allem auf direkt bestrahlten Flächen, während sich Ozon auch in schwer zugänglichen Bereichen verteilt. Verwende ausschließlich dafür vorgesehene Geräte und beachte alle Anwendungs- und Sicherheitshinweise.

Wie sollte ich Socken bei Fußpilz waschen?

Wasche Socken, Handtücher und andere Textilien mit direktem Fußkontakt nach Möglichkeit bei 60 °C. Beachte dabei immer das Pflegeetikett. Für empfindliche Textilien kann ein geeignetes Hygiene-Waschmittel sinnvoll sein, das ausdrücklich auch gegen Pilze wirkt.

Sollte ich gebrauchte Schuhe desinfizieren?

Ja, bei Second-Hand-Schuhen oder Flohmarkt-Funden ist eine vorbeugende Schuhdesinfektion eine sinnvolle Sicherheitsmaßnahme. So kannst du mögliche Pilze und Bakterien im Schuhinneren reduzieren, bevor du die Schuhe zum ersten Mal trägst.

Wie können Zedernholz-Einlegesohlen Fußgeruch und Pilzinfektionen vorbeugen?

Zedernholz-Einlegesohlen nehmen Feuchtigkeit auf und tragen dadurch zu einem trockeneren, angenehmeren Schuhklima bei. Die enthaltenen ätherischen Öle haben außerdem eine natürliche pilzhemmende und antibakterielle Wirkung. Das schafft ungünstigere Bedingungen für die erneute Vermehrung von Bakterien und Pilzen.

Bild von Hier schreibt: Julia Braunsteiner-Berger, Medizin-Autorin und Biologin

Hier schreibt: Julia Braunsteiner-Berger, Medizin-Autorin und Biologin

Julia Braunsteiner-Berger schreibt seit vielen Jahren als freiberufliche Autorin über Medizin- und Gesundheitsthemen. Nach einem Biologiestudium absolvierte sie u.a. Fortbildungen im Bereich Medical Writing und Pflegewissenschaften. Ein besonderes Anliegen ist ihr die laiengerechte Aufarbeitung medizinischer Themen.

Quellen

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